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Mittwoch, 30. April 2025

30.04.2025 Kądzielno-Erfurt

Im Hof des Abschleppers hier haben wir die Nacht verbracht. Der ADAC hatte uns zwar angeboten, dass wir in ein Hotel gebracht werden können, aber da unser Bett ja völlig intakt war, haben wir darauf verzichtet, zumal wir ja am nächsten Morgen eh wieder zurück gemusst hätten, um unsere Sachen umzuladen.
Wir sind um 7 Uhr aufgestanden und haben mal die wesentlichen Dinge zusammengepackt und in den PKW des Abschleppunternehmers umgeladen. Da wir keine Ahnung haben, wie lange es dauert, bis unsere Karre nach Deutschland gebracht wird, mussten wir ja alles so weit richten, damit nichts gammelt oder sich irgendwo Schimmel bildet.
Also, Toilette leeren, Kühlschrank leermachen, ausschalten und putzen, Mülleimer leeren usw. Natürlich haben wir auch unsere gesamte Kleidung umgeladen und ich habe auch noch das Autoradio ausgebaut, weil auf den Transporten oft alles mögliche auf misteriöse Weise verschwindet.

Der Abschleppunternehmer hat dann auch nur den Schlüssel für die Fahrerkabine bekommen. Die Schlüssel für die Kabine haben wir mitgenommen, weil da niemand rein muss.
Gegen 09.30 Uhr hat uns der freundliche Herr vom Abschleppdienst dann nach Uckerfelde zum Abschleppdienst Rode gefahren, wo uns der ADAC ein Mietfahrzeug mit entsprechender Größe bereitgestellt hatte. Wir bekamen einen ganz neuen Golf Plus mit viel elektronischem Schnickschnack, den kein Mensch braucht. Zumindest bekamen wir unser Gepäck problemlos unter.
Gegen 10.30 Uhr sind wir in Richtung Erfurt weggefahren, wo wir uns für heute ein Hotel gebucht hatten. Die gesamten 900km bis nach Hause wollten wir auf keinen Fall fahren, da uns das für einen Tag zu viel war.

Bis Erfurt waren es nur 430 km, die es dann allerdings in sich hatten. Wir haben auf der A9 vor Köslitz noch einen kurzen Stopp eingelegt, um einige Formalitäten per Mail mit dem ADAC zu klären. Als wir dann auf der sehr leeren, 3-spurigen Autobahn weitergefahren sind, kamen wir plötzlich in einen Stau und nichts ging mehr. Bei der Google-Suche bekamen wir mit, dass es einen schweren LKW-Unfall auf der A9 gegeben hat und die Autobahn beidseitig voll gesperrt ist. 
Wir haben dann fast 2 Stunden gebraucht, bis wir die nächste Ausfahrt erreicht haben, wo der gesamte Verkehr ausgeleitet wurde. Die Umleitungsstrecke zu fahren machte keinen Sinn, weil da auch kein Rad mehr rumging und alles stand.
Wir sind deshalb erstmal 15km in die entgegengesetzte Richtung gefahren und danach quer durchs Land, um möglichst weit weg von der Autobahn zu kommen. Dass wir dann auch noch eine Fähre nehmen mussten, wussten wir natürlich nicht, aber das war auch kein Problem. Sie stand gerade da, als wir ankamen und wir haben kaum Zeit verloren.
Bis wir schließlich in Erfurt angekommen sind, war es 20 Uhr. Eigentlich hätten wir laut Navi um 16.30 Uhr hier sein sollen.

Wir haben nur kurz unser Zimmer im Best Western Hotel bezogen und sind dann zum 600 Meter entfernten Rathausplatz gelaufen, um noch was zu essen zu ergattern.

Da es schon gedämmert hat, wurden die Bilder, die wir auf dem Weg gemacht haben, nicht wirklich toll. Die gibt es dann morgen nochmal in schön.

Das Essen war auf jeden Fall sehr gut, viel und preiswert. Hier meine Hähnchenstreifen mit Nudeln und Gemüse für 16,50 Euro.....
... und die Pasta von Heike. Beide Portionen viel zu groß, so dass wir beide die Portion nicht geschafft haben. Wir waren danach von dem Stresstag wirklich müde und wollten nur noch ins Hotel zurück und ins Bett.


Dienstag, 29. April 2025

29.04.2025 gestrandet in Polen und Urlaubsende

Gestern sind wir gegen Abend noch einmal in die Innenstadt von Stettin gelaufen und haben in dem kleinen Lokal "Mala Tumska" in einer kleinen Seitenstraße lecker gegessen. Mit 37 Euro für 2 mal Lachsfilet und Getränke war das auch sehr preiswert.
Als wir dann zum Stellplatz zurückgelaufen sind, waren die Gebäude gegenüber hübsch angestrahlt...
....und auch die Kräne vor unserem Stellplatz waren komplett mit Farbwechsel-LEDs angestrahlt. Wir haben uns für das Bild in Pink entschieden, das gibt es aber auch noch in blau, grün, rot und weiß und und und...
Heute Morgen sind wir dann in Richtung Danzig aufgebrochen und haben eine Route in Richtung Ostseeküste gewählt. Einen ersten Stopp haben wir in Nowogard an einem See eingelegt. 
Bei der Weiterfahrt durch Zabowo waren mehrere Störche in verschiedenen Baumwipfeln. Das fanden wir schon etwas ungewöhnlich, weil man die Störche sonst nur auf Dächern und Kaminen sieht aber sehr selten in Bäumen.
Gegen 13.15 Uhr haben wir dann einen kurzen Kaffeestopp circa 20 km vor Koszalin gemacht. Diese kleinen Restaurants gibt es hier überall im Niemandsland, wenn man Landstraßen fährt. Das ist wirklich schön und wir haben das in MeckPomm schmerzlich vermisst, wo 100 km nichts -aber auch gar nichts- kam. 


Nach dem Kaffeestopp sind wir weiter nach Koszalin (Köslin) gefahren und dann kam dieses Gefährt quer. Wir fanden den so hübsch, dass wir ihm ungebremst hinten reingeknallt sind.
Die Schubladen im Aufbau haben uns das ziemlich übel genommen. Die Besteckschublade war komplett leer und auch der Rest aus den anderen Schubladen war im kompletten Fahrzeug verteilt.
Auch der Aperol im Staufach unten fand das nicht lustig und hat sich vom Acker gemacht. Das hat für ziemliche Unruhe gesorgt, als hinter der Kabine eine rötliche Flüssigkeit rausgelaufen ist und alle sich am Kopf gekratzt haben, warum da hinten jetzt Kühlwasser rausläuft. 
Man hätte die Tropfen vielleicht einfach mal probieren sollen, dann hätte man gewusst, was es ist.
So endete der Kontakt mit der Baumaschine schließlich.
Das sieht ja alles nicht wirklich wild aus und mit einem 20 Jahre alten Auto hätte man problemlos weiterfahren können.
Nur sind uns halt sämtliche Airbags um die Ohren geflogen und die Gurtstraffer haben ausgelöst, so dass unsere Reise jetzt hier ein Ende hatte.

Es ist bereits alles organisiert. Das Auto wird vom ADAC nach Deutschland gebracht. Wir werden morgen früh vom Abschlepper an die Grenze gefahren und übernehmen dort einen Mietwagen, mit dem wir nach Hause fahren.

Irgendwie soll das mit dem Nordkap nicht sein. 2021 musste die Reise wegen Corona abgebrochen werden und dieses Mal stellt sich ein Bagger quer und lässt uns nicht dahin.

Uns geht es soweit gut. Gurtprellungen und das obligatorische Schleudertrauma sind vorhanden, aber das geht vorbei.

Wir schreiben morgen mal, wie es weiter ging aber schöne Bilder wird es jetzt wohl nicht mehr viele geben.

Montag, 28. April 2025

28.04.2025 Torgelow-Szczecin (Stettin)

Heute Morgen haben wir bei der Bekannten von H. noch ausgiebig gefrühstückt, bevor wir gegen 10 Uhr wieder auf Tour gegangen sind.

Es ging über Ahlbeck und Hintersee in Richtung polnische Grenze. Bis zur Grenze waren es lediglich 40km, so dass wir schon recht früh in Polen waren und das kurze Stück bis Stettin gefahren sind.

Wir hatten uns gestern für hier über Park4Night einen Stellplatz am Hafen ausgesucht und sind direkt dorthin gefahren. Der Platz ist sehr gepflegt und liegt direkt an der Oder mit einem schönen Blick auf Teile der Altstadt.
Wir sind dann gegen 12 Uhr losmarschiert und haben eine Runde durch die Innenstadt gedreht. Es gibt hier sehr viele toll renovierte Gebäude und was absolut auffällt, es ist alles sehr sauber. Das sieht wesentlich aufgeräumter aus als zu Hause.

Hier neben dieser Gaststätte in Schiffsfrom, die heute leider geschlossen hat, befindet sich der Stellplatz.
Man muss um in die Altstadt zu kommen erstmal über die Oder und über eine 4-spurige Straße. Dazu geht es vom Stellplatz aus über eine Treppe auf die Autobahnbrücke und dort gibt es einen Fußgängerweg neben der Leitplanke.


Bis wir da drüben waren, mussten wir erstmal eine Kaffeepause einlegen. Die Preise im Restaurant sind ähnlich wie bei uns. Ein Cappuccino kostet ca. 3,60 Euro, wobei dies nur bei Zahlung mit der Karte gilt. Der aktuelle Kurs beträgt 4,27 Zloty für einen Euro. Zahlt man allerdings in Euro, wird 1 zu 4 gerechnet, also etwas mehr.

Es hatte während unseres Rundgangs um die 20 Grad, also eine perfekte Temperatur für einen Stadtbummel.


Hier sind wir extra zur Straße der Brunnen gelaufen. Leider waren die alle noch außer Betrieb.



Es gibt unzählige Kirchen, wobei wie immer überall Renovierungsarbeiten im Gang sind. Irgendwas ist immer eingerüstet.







Das Schloss und alle Museen waren, wie Montags üblich, geschlossen. Da ich eh nicht der Museeumsgänger bin, reicht mir die Außenansicht.




Nach 3 Stunden und rund 11 Kilometern, sind wir gegen 15.30 Uhr zum WoMo zurück und man glaubt es nicht. Ein Riesenparkplatz mit ganz ganz viel Platz, aber ein deutscher Kuschelcamper musste sich mal wieder 1 Meter neben uns quetschen. Diese Mentalität werde ich nie verstehen.